auf der Farm in Kenia
"steriler" Arbeitsplatz in Kenia
Rumänien 2016
Heuwagen
in der Schulküche
Alltag mit dem Infusionsrucksack
Benedictus-Chor
1. internationale Wilkie-Treffen 2015
Familienbesuch bei Kanze
Spiel und Spaß

Wer hat nicht schon einmal geglaubt, sein Ziel erreicht zu haben und musste dann eines Besseren belehrt werden? Mein Ziel war, normal und beschwerdefrei essen zu können. Das habe ich erreicht. Ich fühlte mich wie ein neuer Mensch, voller Elan und Aktivitätsdrang. In diese Zeit fiel auch mein Keniaaufenthalt. Ich konnte diese drei Wochen endlich mal so richtig im Projekt arbeiten. Nach meiner Rückkehr Mitte März holten mich meine anderen chronischen Krankheiten ein. Und diese lassen sich seither nicht unter Kontrolle bringen. Mein Leben ist alles andere als normal. Mehr als zwei Monate verhindert meine Herzerkrankung eine Teilnahme am Leben. Dazu hält mich meine Schilddrüsenerkrankung namens Hashimoto in Schach. Ich bin in Gefahr, meine Einschränkungen als Normalität zu betrachten. "So kann es nicht weitergehen, dass du nicht mehr aus dem Haus kommst." Dieser Satz einer Freundin hat mich wachgerüttelt. Ich will mich wieder aufmachen auf dem Weg zum normalen Leben. Was immer dieses Aufmachen für mich bereit hält.

Der Weg zum normalen Leben ist beendet. Mein Ziel ist erreicht. Ich habe meine alte Energie wieder. Ja ich bin wie ein neuer Mensch. 

 

Der Artikel geht auch auf die Komplexität und Dramatik meiner Erkrankung ein. Prof. Sandmann ist ein weltweiter Experte für viszerale Kompressionssyndrome und gibt nun sein Wissen an Jüngere weiter. Hier zum Artikel 

Essen macht Freude. Hatte ich früher Angst vor dem Essen so freue ich mich jetzt auf jede Mahlzeit. Ich habe absolut keine essensabhängigen Beschwerden. 

Meinen Port besitze ich noch. Er ist regelmäßig zu spülen. Beim letzten Spülen hat sich der schon offensichtlich länger abgekapselte Keim in die Blutbahn geschwemmt, was sehr unangenehm ist. Dazu hat sich noch ein Pilz gesellt. Ich hatte heuer den fünften Fieberschub mit fast 41 Grad. Viele fragen sich, warum ich den Port noch habe, wenn ich normal essen kann. Meine Armvenen sind im Laufe der Jahre so schlecht geworden, dass nicht mal mehr ein Anästhesist einen Venenzugang schafft. Ein Notfall könnte folgenschwer werden. Um die Infusionen verabreichen zu können, hab ich jetzt einen PICC Katheter. Der Port darf nicht mehr benützt werden und kommt in ein paar Tagen heraus.