Benedictus-Chor
auf der Farm in Kenia
1. internationale Wilkie-Treffen 2015
Rumänien 2016
Heuwagen
"steriler" Arbeitsplatz in Kenia
Spiel und Spaß
Familienbesuch bei Kanze
in der Schulküche
Alltag mit dem Infusionsrucksack

Die letzten Jahre konzentrierten sich die Ärzte auf die lebensbedrohlichen Krankheiten und Komplikationen. Auch ich stellte alle anderen "Wehwehchen" in den Hintergrund. Tatsächlich beginnt aber vor sechs Jahren ein Schwellung in der rechten Leiste, die sich immer mehr auf Oberschenkel und in weiterer Folge auf das gesamte Bein ausbreitete. Vor wenigen Tagen war ich in Österreichs einziger Lymphklinik und bekam endlich mal eine richtige Diagnose: sekundäres postinterventionelles Beinlymphödem rechts Stadium II. Das Lymphödem entwickelte sich nach einer Komplikation bei einer Herzkatheteruntersuchung. Ich habe zwei Jahre Lymphdrainage, Kompressionsstrumpf und in den letzten Wochen auch Bandagierung hinter mir. Doch es schreitet weiter fort. Inzwischen ist es so, dass ich mich neu einkleiden musste, dass es Tag und Nacht spannt, teilweise Schmerzen macht und mich in der Bewegung einschränkt. Ja nicht nur das. Einige Wochen litt nun meine Psyche so sehr, dass ich zu nichts mehr fähig war. Es ist das erste Mal, dass mich meine Krankheit in ein Tief gebracht hat. So blöd es klingen mag, mich belastete das Lymphödem mehr als die künstliche Ernährung. Langsam finde ich einen Weg mit der Krankheit zu leben. Ich habe so viel Selbstbewusstsein entwickelt, dass ich meinen Kompressionsstrumpf nicht mehr unter langen Hosen verstecke, was gerade bei der Hitze eine "Wohltat" ist, sofern man überhaupt mit einem Kompressionsstrumpf ein Wohlgefühl entwickeln kann. Ich hasse Strümpfe bzw. Strumpfhosen von Kindheit an und würde sie nie freiwillig tragen. Um so mehr leide ich unter dieser Einengung meines Körpers. Um das Ödem in ein niedrigeres Stadium zurückführen zu können , muss ich drei Wochen in die Lymphklinik zur stationären Behandlung.  Die Krankheit ist nicht heilbar, man muss ständig Therapien machen um sie unter Kontrolle zu halten. Ich denke mir, auch das schaffe ich noch, weil ich in meinem Leben schon so viel geschafft habe.