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„Hauptsach g´sund“ – Gedanken zum Welttag der Kranken 2013

 

„Hauptsach g´sund“, das scheint eine Grundaussage im Leben zu sein. Macht ein Kind noch so viele Sorgen – Hauptsach g´sund. Haben wir noch so viele Probleme im Leben – Hauptsach g´sund. Wir wünschen uns bei jeder Gelegenheit vor allem Gesundheit. Und wer nimmt so einen Wunsch nicht gerne an? Aber - wer von uns ist wirklich völlig gesund? Was ist, wenn jemand mit einer Einschränkung leben muss? Welchen Sinn hat sein Leben, wenn die „Hauptsache“ des Lebens nicht mehr ist? Ist Gesundheit wirklich die Hauptsache im Leben? Zweifellos ist Gesundheit einer der wichtigsten Werte für uns Menschen. Und das Fehlen dieses wichtigen Gutes kann unzufrieden und seelisch krank machen. Aber wie viele gesunde Menschen gibt es, die auch unzufrieden oder unglücklich sind? Sie besitzen doch die „Hauptsache“! Und wie viele Kranke gibt es, die sich mit ihrer Krankheit versöhnt haben und zufrieden, ja glücklich sind? Unglaublich für viele! Einmal im Jahr denken wir besonders an unsere Mitmenschen, die die scheinbare „Hauptsache“ im Leben nicht mehr haben. Kranke erinnern uns daran, dass Gesundheit ein Geschenk ist. Von ihnen können wir lernen, dass das Leben auch mit Krankheit seinen Sinn hat, dass Zufriedenheit nicht ein Faktor ist, der von gesund oder nicht gesund abhängt. Ich sage: „Hauptsache Zufriedenheit“. Damit meine ich den inneren Frieden, das Versöhnt sein mit meiner Umgebung, mit meiner Krankheit und meinen Schwächen. Ich denke, Zufriedenheit ist die Frucht der Dankbarkeit. Beim Gottesdienst am 10. Februar 2013 zum Welttag der Kranken hören wir das Evangelium vom reichen Fischfang. Schauen wir in unser Lebensnetz. Es ist genug drinnen, wofür wir dankbar sein dürfen. Möge uns Gott unsere Netze füllen mit Vertrauen, Hoffnung, Kraft und Mut.

Angela Mair, Leiterin der Kamillianischen Familie Pettenbach