Rumänien 2016
Heuwagen
in der Schulküche
auf der Farm in Kenia
Spiel und Spaß
Alltag mit dem Infusionsrucksack
1. internationale Wilkie-Treffen 2015
Benedictus-Chor
"steriler" Arbeitsplatz in Kenia
Familienbesuch bei Kanze

Über das Essen denken die Menschen meisten erst dann nach, wenn sie eine Diät machen oder sich gesund ernähren wollen. Aber darüber nachzudenken wie viele Bissen sind noch verträglich, so dass die anschließenden Schmerzen unter Kontrolle bleiben? Oder was habe ich heute noch vor? Kann ich mir Schmerzen nach dem Essen leisten? Darüber braucht sich im Normalfall kein Mensch Gedanken machen. Das Essen und Trinken ist das Normalste (und auch eines der schönsten Gemeinschaftsbeschäftigungen), was mich sich vorstellen kann. 

Diese Normalität verschwindet, wenn man an einem seltenen Bauchgefäßkompressionssyndrom leidet. Da wird dann Essen und oft auch Trinken zur regelrechten Qual. Ich hatte das Glück, dass mir die Ernährung über die Vene empfohlen wurde. Die letzten 10 Jahre habe ich mich über weite Strecken meines Lebens so ernährt. Die Infusion mit den Kalorien in meinem Rucksack und mit einer zentralen Vene verbunden, habe ich (aus meiner Sicht) ein halbwegs normales Leben geführt. In den Zwischenzeiten, wo ich versucht habe, mich "normal" zu ernähren ging das nur mit Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. 

Seit der Operation vor zwei Monaten esse ich so normal wie jeder normale Mensch. Am Anfang war es sehr ungewohnt, dass ich ohne nachzudenken alles essen kann. Und es war sehr ungewohnt, dass weder Schmerzen noch andere Beschwerden auftraten. Jeden Tag freue ich mich über das Geschenk, essen zu können. Und ich probiere alles aus. Gestern war mein heiß ersehntes Tiramisu an der Reihe. Gar nichts ist passiert. Es passierte den Verdauungstrakt wie alles andere ohne Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Druck, Blähung, Darmwalzen oder sonst etwas zu verursachen.